Die linke Hand spielt hierbei scharfe, sich rhythmisch ständig wiederholende Bass-figuren und die rechte Hand bewegt sich völlig unabhängig im Stil des Blues.
Der Boogie Woogie erhielt seinen Namen
nach einer Aufnahme von Clarence Pintop Smith im Jahr 1928, dem "Pintop's Boogie Woogie". Clarence Pintop verstarb kurz
nach dieser Produktion.

Die herausragendsten Vertreter des Boogie Woogie sind Meade Lux Lewis, Pete Johnson und Albert Ammons.

Nach der Wirtschaftskrise um 1930 geriet dieser Musikstil fast in Vergessenheit. Erst 1938 engagierte John Hammond, der Jazz-kritiker, Meade Lux Lewis, Albert Ammons und Pete Johnson zusammen mit dem Sänger Big Joe Turner für ein Konzert in der Carnegie Hall in New York.
Damit begann ein sensationelles Comeback für den Boogie Woogie.
Sogar Swing-Orchester übernahmen
Boogie-Woogie-Themen.





Der Boogie Woogie gilt als Vorläufer des Rock'n Roll, der sich unter dem Einfluss des Country & Western sowie des Swing in den fünfziger Jahren entwickelte.

Der Legende nach hat der Radio-DJ Alan Freed 1954 während einer Rundfunksendung den Refrain des Titels "Rock a beating Boogie" laut mitgesungen. So prägte sich für diese Musikart der Begriff "Rock'n Roll" ein. Der Refrain lautet: "Rock, rock, rock everybody - roll, roll, roll everybody".

Weiße Stars wie Elvis Presley oder Bill Haley ebneten durch ihren schnellen Aufstieg auch schwarzen Musikern wie Chuck Berry oder Little Richard den Weg in die Charts.

Mit dem Rock'n Roll entwickelte sich erstmals in der Geschichte eine eigene Jugendkultur, die sich bis heute mit verschiedenen anderen Musikstilen fortsetzt.

 




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